Egal, ob Hase, Reh, Wild- oder Honigbiene – sie alle leben von Pflanzen. Zuerst sind die Pflanzen da, dann kommen die Tiere. Sie nisten in ihren Stängeln oder Blüten, fressen ihren Nektar, die Blüten oder die Blätter, oder verstecken sich in ihnen.

Im Gefolge der Tiere entwickeln sich weitere Verkettungen: Andere Tiere leben von den Tieren, die von den Pflanzen leben. Sie ernähren sich von ihnen, entweder, indem sie ihnen nachstellen und sie fressen, oder bei ihnen parasitieren.
Diese locken wiederum weitere Tiere an: Jäger werden zu Gejagten, Hyperparasiten parasitieren bei Parasiten.

Dieses Lebensnetz ist biologische Vielfalt, Biodiversität. Es hat sich über Jahrmillionen entwickelt, und eine Art, die daraus hervorging, ist der Mensch.

 

 

© Roland Günter - http://www.naturbildarchiv-guenter.de

Um auf das komplexe Zusammenspiel der Tier- und Pflanzenwelt, um ihre Abhängigkeit zueinander, aber auch, um die Einzigartigkeit der biologischen Vielfalt, und leider auch, um auf den enormen Artenschwund aufmerksam zu machen, bereichern eindrucksvolle Freilandaufnahmen des renommierten Naturfotografen und Entomologen (Insektenkundler) Roland Günter die Kräuterstube.

Dankenswerterweise hat Herr Günter seine faszinierenden und detailgetreuen Bilder, die er mit enormer Ausdauer und Geduld fotografiert hat, als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.